Zellstoffwechsel


together with Christiane Oppermann
duration 30 minutes

Atelier Grammophon
Ort für zeitgenössische bildende Kunst & Musik
Hannover

Photo: Atelier Grammophon

GERMAN VERSION

Christiane Oppermann und Ilka Theurich setzen sich in ihrer Duo Performance Zellstoffwechsel
mit dem Wandel von Material anhand performativer Handlungen auseinander.

Die einzige im Vorfeld getroffene Übereinkunft ist dabei, die Reduktion der Mittel auf ein Material, das in einem spontanen Prozess auf unterschiedliche Weise behandelt wird. In gegenläufigen, dialogischen, parallelen und gemeinsamen Handlungsweisen loten die Performerinnen die Potentiale, die Raum, Material und der eigene Körper bieten, aus. Der dabei vollzogene materielle und physionomische Wandel dient dem Aufbau und der Erhaltung der performativen Substanz, sowie der Energiegewinnung für energieverbrauchende Aktivitäten und damit der Aufrechterhaltung der Funktionen der Auseinandersetzung innerhalb einer Begegnung zwischen zwei Künslterinnen. Die Reaktionen des gewählten Materials beschleunigen, verlangsamen und lenken dabei die Begegnung der Künstlerinnen.

Stoffwechselvorgänge werden physikalisch gesehen, als Austausch von freier Energie gegen Ordnung gedeutet. Lebewesen erhöhen in sich die Ordnung und verbrauchen dabei Energie. Im Organismus nimmt die Unordnung ab, in der Umgebung nimmt sie zu.


ENGLISH VERSION

Christiane Oppermann and Ilka Theurich explore the change of material through performative actions in their Duo Performance Zellstoffwechsel.

The only prior agreement is to reduce the funds to a material that is treated differently in a spontaneous process. In opposing, dialogical, parallel and shared behaviours, the performers explore the potentials of space, material and one's own body. The material and physio-nomic change that has taken place in the process serves to build up and maintain the performative substance, as well as to generate energy for energy-consuming activities and thus to maintain the functions of conflict within an encounter between two artists. The reactions of the selected material accelerate, slow down and direct the encounter of the artists.


Metabolic processes are interpreted physically, as an exchange of free energy against the order. Living beings increase order and consume energy. In an organism, the disorder decreases, in the environment, it increases.